Der Geisterzug in Blankenheim geht zurück auf das Jahr 1613. Seither wird in der Grafenstadt Karneval nach bestimmten Regeln gefeiert.
Der Gesang während der Sprünge der Geister im Zug lautet: „Juh Jah, Kribbeln in d’r Botz, wer dat net hät, der es nix notz.“
Hunderte Menschen von nah und fern kommen immer an Karnevalssamstagabend nach Blankenheim, um den Geisterzug zu bestaunen und auch mit zuspringen und zu singen.
Dem Zug voran reitet stets der Obergeist auf einem Pferd, dabei handelt es sich um den aktuellen Karnevalsprinzen beziehungsweise die aktuelle Karnevalsprinzessin.
Und so wird aus einem normalen Bürger im Handumdrehen ein richtiger Geist:
Man benötigt ein Bettlaken, Kordel, Schere, weiße Hautcreme (zum Beispiel Nivea) und Mehl.
Das Bettlaken wird über den Kopf gelegt, die Geister-Öhrchen nach oben mit Kordelstücken abgebunden. Auch am Hals und in der Taille wird das Kostüm mit Kordel zusammengebunden.
Dann wird die weiße Creme großzügig ins Gesicht geschmiert und anschließend mal kurz in das Mehl gepustet - fertig ist der Geisterkleister!
Und schon kann es losgehen: Juh Jah…




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