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Wollseifen - das tote Dorf

Mitten im Nationalpark Eifel liegen die Relikte des alten Bauerndorfes Wollseifen, das urkundlich im 12. Jahrhundert bereits erwähnt wurde, darunter die Kirche St. Rochus und die alte Schule. Urwollseifener erkennen Grundstücke heute noch an altem Baumbestand.

Wollseifen liegt rund 500 Meter über dem Meeresspiegel. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Wollseifener ihr Dorf auf Befehl der Briten binnen drei Wochen verlassen, danach nutzten die Belgier das Dorf für Truppenübungszwecke. Nur wenige Bauten sind noch erhalten, dazu zählen die Kirche, die alte Schule und ein Trafohäuschen.

Ein Besuch in Wollseifen ist eine Zeitreise, es ist beklemmend. Die Stärke der Natur wird sichtbar und die nicht wieder gutzumachenden Fehler und Untaten gieriger, böser, herzloser, sich völlig falsch einschätzender, arroganter, dummer Menschen. Die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang liegt in Sichtweite.

Startpunkt der insgesamt sechs Kilometer langen Wanderung ist der Wanderparkplatz Walberhof. Der Weg nach Wollseifen ist eben, Hin- und Rückweg sind jeweils drei Kilometer lang. Diese Strecke über die Dreiborner Hochfläche ist auch mit Kinderwagen befahrbar.

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