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Früher wurde die Gemeinde "zusammengeschossen"

Hellenthal. Die evangelische Kirche im ehemals eigenständigen Dorf Kirschseiffen in Hellenthal hatte zunächst gar keinen Turm, damals handelte es sich noch um ein „Bethaus“; später gab es einen Turm mit zwei Glocken, die die Gläubigen, die in Hellenthal weit entfernt in Richtung Hollerath wohnten, allerdings nicht hören konnten.

 

So wurde 1898 ein weiterer, einzelner Turm gebaut, und zwar in der Hardtstraße in der Nähe der heutigen Grenzlandhalle. Hier wurde ebenfalls geläutet, so dass auch die Gläubigen in Richtung Hollerath informiert werden konnten, was Gottesdienste und Beerdigungen anging. 

 

Vor der Errichtung der beiden Türme wurden die Gläubigen sogar vom Küster „zusammengeschossen“. Dazu folgendes:

„Damit hörte das ungeliebte Unikum auf, das die Gemeinde Hellenthal bis dahin auszeichnete: Vor Beginn des Gottesdienstes wurde vom Küster in Ermangelung des Geläutes von der nahegelegenen Olefbrücke aus ein Pistolenschuss abgefeuert und so die Gemeinde „zusammengeschossen“. Die noch heute in Betrieb befindliche mechanische Kirchturmuhr wurde 1870 vom Uhrmacher Peter Peters aus Welschbillig bei Trier eingebaut.“

 

Auszug aus der Seite:

https://www.eifel.de/go/sehenswertes-detail/evangelische_kirche_hellenthal.html

 

Der alleinstehende Glockenturm gehört zur Liste der Baudenkmäler von Hellenthal:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmäler_in_Hellenthal

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